8. August 2014

Voyager 4 - Es wird wieder besser.

Nachdem der dritte Teil ja mehr so meh war, geht es im vierten Teil wieder ein bisschen bergauf. Nicht viel aber, immerhin.
Es ist immer noch enorm repetitiv zur Serie, was die Grundgedanken und auch die Umsetzung angeht, selbst einer der Antagonisten ist schon mal in der Serie vorgekommen.

Aber gemach mit dem nörgeln, erstmal vorne anfangen...
Also. Der letzte Band endete ja mit einem Cliffhanger, in dem ganz groß ein im Original am Rande erwähnter Verräter des Maquis als Hauptantagonist offenbart wird, der noch nicht mal diese Person ist, sondern mehrere, was das bedeuten mag, kann man anhand des letzten Buches und vor allem an Deep Space 9 sehen (was mag das wohl bedeuten?...).
Nunja. Ein Wechselbalg eben. Ach. Moment. Unterwanderung der Föderation durch die Gründer..., gabs das nicht auch schon in DS9? Mhh, muss wohl ein Glitch in der Matrix sein.
So. Hab jetzt keine Lust, den im Grunde wieder aufbereiteten Inhalt wieder aufzubereiten (Aufbereitception, wuhu), darum direkt was mir gefallen hat, bzw. eher nicht:

Positiv: 
  • Es wird durchaus spannender als im ersten Teil, was nicht zu letzt daran liegt, dass es hinterher einen Wechsel in der Antagonistenschaft gibt. Die Story um die Huanni-Counselor Astall und den Trill-Arzt Kaz bekommt ebenfalls mehr Tempo durch die immer weiter in Vordergrund rückende Persönlichkeit des früheren Wirtes des Kaz-Symbionten.

  • Der Gründer, der seine eigenen Ziele verfolgt, manipuliert in großem Stil die Föderation und ihre Politik, warum weiß man noch nicht genau, obwohl es einige Andeutungen gib, die allerdings nicht so recht passen wollen. Das beste daran: Er wird nicht gefangen, sondern entkommt. Ohne großes Brimborium, er schafft es einfach und das ist gut für das Buch.
  • Nähere Betrachtung der Föderations-Diplomatie und Außenpolitik, in der Janeway als Admiral mittlerweile aktiv ist, sehr gut gemacht, allerdings ginge da noch ein bisschen mehr, kommt wahrscheinlich noch.


Negativ:
Wie bereits erwähnt, kaum neues...
  • Der Komplize des Gründers ist ein cardassianischer „Mediziner“, der vor allem durch seine gnadenlose Arbeitsweise in Verruf geraten ist: Experimente an lebenden Objekten wie das abtrennen von Gliedmaßen, um die Anpassung zu beobachten. An sich gut, wäre das ganze in Voyager nicht schon einmal Thematik gewesen.
  • Dann weiterhin das ganze spirituelle Gedöns, ja, wir haben es kapiert, Glaube kann Berge versetzen und Leben retten. Aber das gabs in der Serie auch schon. Diese ganze große Geister-Geschichte ist doch bekannt. Ja, es kommt der Gen-Manipulations-Kram dazu, aber das ist auch nur ne andere Panade fürs Schnitzel...
  • Wesley Crusher bekommt einen Cameo-Auftritt... Im Ernst? Alles was ansatzweise mit Spiritualität und außermenschlicher, "übersinnlicher" Wahrnehmungen und Erfahrung der Serien kommt rein?
  • Mein persönlicher liebster Kritikpunkt: Die Autorin hat im ersten Teil eine Thematik eingebracht, den Konflikt innerhalb der Mannschaft. Aber jetzt ist der weg. Da gibt's keinen Ton zu, einfach nix. Sie hat zwar gemerkt, dass das auch nur ein schlechter Abklatsch war, aber dann sollte man wenigstens so konsequent sein, und es weiter führen, aber einfach stillschweigen zu bewahren, wirkt leicht unprofessionell.


Worüber ich unentschlossen bin:
Diese ganze Klingonen-Geschichte, da ist zwar der Beweggrund auch nur aus der Serie, wobei das hier einmal wirklich angebracht ist, denn dass Paris und Torres Tochter in einer alten Prophezeiung erwähnt wird und sämtliche Beschreibungen exakt zutreffen, nicht uninteressant und dann wird dem ganzen recht wenig Aufmerksamkeit gegeben, ja mal hier in der Bücherei, da mal Gemecker und Rassismus, aber tiefer geht es nicht, nur teaser. Mal gucken wo das hinführt...

Naja, Fazit:
3 von 5, weil der größte Teil immer noch recht lieblos aneinander geklatschtes Resteverwerten der Serie ist, aber Tendenzen zur Verbesserungen und tatsächlich eigene Kreativität sichtbar sind.

So, der nächste Teil kommt im Oktober hab ich so gelesen, dann auch mit Kirsten Beyer ne andere Autorin und direkt mal 500 Seiten, da hat der Verlag wohl gemerkt, dass die Leser sickig über diesen Raubtierkapitalismus geworden sind. 

Braves Cross Cult, so muss das, Änderungen nach Kundengemecker und das mein ich diesmal sogar ernst.

PS: Ist mir jetzt erst aufgefallen, aber diese ganzen Bücher sind schon total alt, fast 10 Jahre... Warum gibts die erst jetzt in Deutschland?

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