19. Juni 2014

Nach einer Ewigkeit...

So, nach diversen Dingen die dazwischen gekommen sind, endlichst das X-Men Review:

Achtung: Dieser Beitrag wird Spoiler enthalten.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie nicht diesen Blog und fragen sie ihren Medizin-mann oder Exorzisten.

Und was soll ich sagen, der Film ist einfach grandios. Aber wirklich wirklich.
Der Film hat alles was man braucht (hier bitte Vorstellen, dass der Honest Trailer Typ die Liste vorliest): Mutanten, Sentinels, Tyrion Lennister, Drogen, Zeitreisen, Captain Picard, eine gute Story, viel Action, Jennifer Lawrence, guten Humor, Gentechnik und natürlich: Gandalf.

Ich weiß immer noch nicht, wie ich meine Gedanken vernünftig in einen für menschen verständlichen Beitrag quetschen soll, also jetzt hier so frei raus:

Die Welt ist am Abgrund: Sentinels (Kampfroboter) haben alle Mutanten ausgelöscht.
Alle Mutanten? Nein, eine von unbeugsamen X-Men gebildete Gruppe hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.  Ähm... Moment...
Ja, also wie gesagt, Mutanten am Rande der Vernichtung, nur eine Zeitreise kann dieses Schicksal verhindern: Logan muss Mystique in den 70ern davon abhalten, den Hersteller der Sentinels, Bolivar Trask (grandios gespielt von Peter Dinklage, mehr 70er geht glaub ich nicht), zu töten, wodurch die Menschen erst von der Gefahr durch Mutanten überzeugt wurden. 
Also wird sein Bewusstsein in sein früheres Ich geschickt und muss erstmal die frisch geschiedenen Mutantenanführer Charles und Erik zusammenführen und von seiner Mission überzeugen. Nicht ganz einfach, ist Xaver doch zu einem Junkie mutiert, der nur noch an der Spritze hängt um wieder gehen zu können und Erik Gefangener unter dem Pentagon.
Soweit zum groben Inhalt, nun zum wichtigen... Dem Urteil...
Bryan Singer gelingt es, die beiden Zeitlinien adäquat zu verknüpfen: Einmal die düstere Zukunft, zu der immer wieder Zwischenblenden geschaltete werden und die 70er Jahre, in denen die meiste Handlung stattfindet. Hier werden die Mutanten wie im Vorgängerfilm in reale Ereignisse eingebunden, z.B. wird Erik die Ermordung John F. Kennedys angelastet, da die Kugel eine Kurve flog etc. Die Wechsel passen immer perfekt in die Situation und verleihen Wolverines Auftrag Nachdruck.
Der Auftrag. Ja, die Handlung steigert sich zum Ende hin immer weiter, am Anfang blickt man vor allem noch auf die zehn Jahre älteren Charaktere aus „Erste Entscheidung“, zum Ende hin entwickeln sie sich immer weiter und der Action-Anteil nimmt stetig zu, ohne überhand zu nehmen (nagut, vielleicht ist am Ende mit dem Baseballstadion, das Independence Day gleich auf das weiße Haus zu schwebt etwas dick aufgetragen, aber hey, Magneto ist der Boss...). 
An dieser Stelle sollte eine der genialsten Szenen dieses Films hervorgehoben werden: Die Flucht aus dem Pentagon: Quicksilver rettet da schelmisch und mit Seelenruhe Erik und Charles vor den Wachleuten, in dem er in einer Super-Slowmo durch die Gegend rennt, Kugeln aus ihrer Flugbahn schnipst, Wachen verbiegt und Gegenstände neu positioniert, da ist das 3D einfach nur angebracht.
Der Endkampf in der Zukunft ist da auch nicht von schlechten Eltern, Splitter fliegen einem Entgegen, die appledesignten Sentinels fegen einen Mutanten nach dem anderen aus dem Weg, während ihre Mitroboter auf die ein oder andre Weise geschrottet werden.

So, ziemlich unvollständiges Gekröse, das dem ganzen Film überhaupt nicht gerecht wird, darum ein kurzes Urteil: 9 von 10 Punkten, weil man sich ja noch steigern muss, die EndCreditScene lässt ganz klar das Potential des dritten Teils durch scheinen.


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