11. Mai 2014

Star Trek Destiny - Verlorene Seelen

So, das grandiose Finale der Destiny-Trilogie von David Mack.
Inhalt sollte aus den vorherigen Rezensionen an dieser Stelle bekannt sein, wenn nicht: LESEN. JETZT. SOFORT!

Auch Teil drei schließt direkt am Ende des Vorgängers an, die Föderation und ihre Alliierten stehen am Ende, die Crews der Enterprise, Aventine und Titan haben kaum noch Hoffnung und die Caeliar wollen ihre Position als neutrale Beobachter nicht hergeben.
Wieder gelingt es Mack, die Charaktere und Handlungsstränge logisch, tief und wendungsreich zu gestalten, gerade der Plot in der Vergangenheit ist hier enorm wichtig und bestätigt meinen Gedanken, den ich beim lesen des zweiten Teils hatte (da hab ich nur eine undefinierte Andeutung gegeben), dass die Caeliar doch sehr sehr stark in das Geschehen der Galaxis eingebunden sind und das in einer Art und Weise, die wohl kaum jemand erwartet hätte, als letzte die Caeliar selbst (und das ob wohl die doch so klug sind...)
Ich kann an diesem letzten Teil wirklich keinen Minuspunkt mehr finden, darum die Punkte, die mich am meisten begeistert haben:
Picards Charakterentwicklung.
Meine Güte. So emotional und unstet hat man ihn selten erlebt, hadert er mit jedem der vorgeschlagenen Pläne, die Dax und Riker unterbreiten, fügt sich nur unter Murren der demokratischen Mehrheit und flüchtet im Angesicht des Feindes in seine Vergangenheit.
Am erschreckendsten war der Teil, in dem er erst eine verbotene Subraumwaffe, die unermessliche Schäden angerichtet hätte, einsetzen will und nachdem man ihn mit Mühe vom moralischen Blindflug auf den Boden der Tatsachen zurück holen konnte, praktisch aufgegeben hat, nur um später seinen Irrtum eingestehen zu müssen.
Hätte er mal ein paar Earl Grey mehr getrunken, wäre das sicher nicht passiert. Der Alte wird langsam aber sicher senil.
Die Borg.
Hat man in den Serien und Filmen meistens nur geringe Zahlen an Schiffen gesehen, hauen die hier richtig auf die Kacke: Bratzt ein Kubus schon fast alles weg, was ihm im Weg steht, kommen hier 5000 von den Gerätschaften zum Zug. Und man kann es sich denken, die fisten alles aus der Schussbahn, was nicht bei drei die Galaxis wechselt.
Man bekommt weiter Einblicke in das Kollektiv, wie es für eine Drohne im Vergleich zu einer Königin ist, die Motivation alles zu assimilieren und und und.
Noch wichtiger: Man erfährt, wie sie entstanden sind. Durch Menschen. War ja klar, dass die dummen Homo Sapiens wieder Schuld sind, die müssen aber auch alles kaputt machen. Nagut. Die Caeliar haben auch ein bisschen die Hände im Spiel. Aber das macht die Menschenhetze kaputt.
Dr. Ree. (Ja, das ist richtig geschrieben, ich meine nicht den Möchtegernmusiker und Hersteller von hässlichen, ohrenkrebserzeugenden Kopfhörern)
Er hat einfach die besten Methoden: Beißen wir unsere Patienten, um sie durch das dadurch injizierte Gift zu heilen... Fuck logics, dat is my Doc, Gesundheit durch Leiden. 
Fazit: Perfekter Abschluss der Serie, alle Stränge werden zusammengeführt und vernünftig beendet, so wie sich das für nen gutes Buch gehört. Wer also immernoch nicht angefangen hat, die Reihe zu lesen, der hat jetzt gefälligst alle Bücher zu kaufen. Oder den Komplettband, der dieses Jahr herauskommt, ein dünnes Heftchen mit 1200 Seiten.

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