8. März 2014

300 - Rise of an Empire

300.
Da denkt man direkt an gestählte Muskeln, martialische Schlachten, Testosteron, einen Gollumveschnitt, schimmernde Rüstungen, spritzendes Blut und Leichen. 
Ja, das selbe bekommt man im Parallequal 300 - Rise of an Empire nur noch viel mehr. Und mit mehr Frauen (eine weibliche Hauptperson, hey, das sind 100% mehr als im Originalfilm), mehr Schiffen, mehr Blut, mehr Gewalt, mehr Politik, mehr Testosteron.
Aber alles nach Anfang.
Xerxes marschiert auf Griechenland, einem losen Bund von Stadtstaaten, in dem man sich vor allem um die eigenen Interessen kümmert. Aber nur vereint kann man den Gottkönig besiegen, von dem wir nebenbei erfahren, dass er durch eine Wanderung unter Drogen und ein Bad in schwarz leuchtendem Wasser-Öl-Dings-Flüssigkeit alle Haare verliert, dafür den Inhalt eines Juwelier bekommt (hey, geiler Tausch, Haare gegen Gold, wo finde ich das Bad?) 50% größer wird und eine Personenschutzstimme von RTL verpasst bekommt. Und nebenbei zum Gott wird.
Angezettelt wurde das ganze von Artemisia, der Heerführerin von Xerxes Vater Dareios, die Rache an den Griechen will, um den verlorenen Krieg der Perser zu rächen.

Sie ist die Schlüsselfigur der Perser, die mit einer gigantischen Marine gegen einen kleinen Haufen griechischer Trieren in die Schlacht zieht. 
Und Artemisia bleibt nicht, wie es sich gehört, brav zu Hause am Herd oder Planungstisch, sondern zieht selber mit in die Schlacht, wie es sich von einem anständigen Feldherren gehört.
Wo wir grad dabei sind, Artemisia ist total Badass. Als Kind durfte sie zugucken, wie ihre Eltern getötet und missbraucht wurden (in dieser Reihenfolge), als Kriegsgefangene Jahre lang vergewaltigt, als Jugendliche ausgesetzt und von einem persischen Gesandten aufgenommen entwickelt sie sich zur besten Kriegerin evaaar.
Und was für eine... Der fleischgewordene Racheengel, verkörpert von Eva Green, setzt zu Beginn der Schlacht direkt ein Zeichen und köpft einen Gefangenen und küsst den abgeschlagenen Kopf... Was für ne Frau. Dazu später mehr...
Die Griechen schlagen sich dann auch gar nicht schlecht gegen die Perser, die zuerst nur wenige Schiffe schicken, die dann von den Griechen durch geschickte Taktiken und Hinterhalte, bei denen die Perser erstochen, ertränkt, enthauptet, erschlagen, zerfetzt, zerfleischt, erdolcht, erdrosselt, zermalmt und was weiß ich werden, dass das Blut nur in euer Gesicht und auf die Kamera spritzt.
Nebenbei wird auch Napalm... ähm Seefeuer... ach egal, ihr wisst was ich meine, eingesetzt, was ein Anblick, brennende Leiber, explodierende Kamikazekommandos und ein detonierender Brander, ein Augenschmaus der Zerstörung.
Nach ein paar Niederlagen will Artemisia "verhandeln", holt den  griechischen Heerführer Themistokles zu sich, nur um sich nach den schnellen Verhandlungen ("Unterwerft euch" - "Nö") mit ihm zu prügeln bzw. mit ihm zu schlafen. Ja, das meine ich so, wie es da steht.
Nach einer ausführlichen Auseinandersetzung gehen sie getrennter Wege und es kommt zu Schlacht. Die geht verloren, weil Thermistokles, dieser riesen Vollspacko Artemisia ersticht. Dieser Penner. Artemisia war die Personifikation von Perfektion, eine Verzückung aus Fleisch, Stahl und Bosheit... Mit der hätte ich auch verhandelt. Hähä.

Ähm, der Film, ja, also die Griechen siegen, weil sie sich doch noch einen können und die Spartaner unter Cersei Lennister ähm Königin Gorgo retten gnadenlos den Tag und metzeln die Perser nieder.
Yay.

Also zusammenfassend ganz klare Empfehlung, wenn man nicht nur auf Filme mit tiefgründiger Story steht, sondern auch auf einfach nur stumpfe Gewaltexszesse steht.
Ich bin froh, dass sie das konsequent durchgezogen haben und mit der FSK18 Bewertung leben konnten. 
Das einzige, was ich nicht verzeihe ist das Töten von Artemisia, wie konnten sie nur...
Ähm. Abschließend eine Wertung von 6,5 von 10 für ein grandioses Gewaltspektakel, bei dem sich 3D wirklich gelohnt hat.

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