14. Januar 2014

Da. Voyager. Band 2. Gut.

So. Hatte ja schon gewarnt. Rezensionen über Rezensionen. Die Tage kommt noch eine. Keine Gnade.
Der zweite Teil setzt da fort, wo Teil 1 aufhört (für die Ausgangssituation vgl. http://wasliestdu.de/christie-golden/star-trek-voyager-1-heimkehr):
B'Elanna befindet sich auf der Suche nach ihrer Mutter und lernt sich selbst, ihre klingonische Herkunft und Natur besser kennen, Icheb und Seven befinden sich unter Arrest, die Sternenflotte glaubt weiterhin, sie seien an der Seuche Schuld, mitsamt dem Doktor, an dessen Unschuld immer noch nur die Voyager-Crew fest hält.
Der zweite Teil war für mich deutlich angenehmer zu lesen, enthielt er doch etwas Kitsch, aber dafür mehr Erklärungen, Intrigenspiel und Hintergrund.
Ein Punkt, der mich begeistert hat: Es geht wirklich zurück auf die Voyager, oder das, was davon übrig ist. Es werden einige Brücken zur Serie geschlagen, sodass man sich direkt zu Hause fühlt.
Weitere positive Punkte:
-Die einzelnen Pläne greifen gut ineinander und sind nicht aus der Luft gegriffene  Wunschträume, die auf Grund eigenen Glücks und totaler Doofheit der Antagonisten  funktionieren, wie in manchen Action-Filmen, sondern sind gut durchdacht, durchaus  mit einkalkulierten Risiken.
-Die richtigen Antagonisten sind klasse aufgemacht, alles wirkt plausibel und nicht  aufgesetzt oder erzwungen, die Erklärung ist relativ logisch aufgebaut.
-Man erhält wieder eine Menge Informationen über die intere Politik der Sternenflotte  und wie unfassbar menschlich alle Handeln, als hätte es die Krisen in der  Geschichte  nie gegeben, wunderbar. Menschen ändern sich nicht, da wo es macht gibt, ist  Intrigenspiel immer angesagt. Nicht schlecht gemacht.
-Die Holo-Revolution: Mein persönlicher Höhepunkt, geht man doch hier noch einen  Schritt weiter als in TNG, in dem Data als Androide seine Rechte als Individuum  verteidigen muss, müssen hier praktisch nicht existente, "nur" aus Energie und Photonen  bestehende Programme beweisen, dass sei fähig sind, wie organische Personen zu  interagieren. Wie es sich anfühlt, "nur" ein Hologramm zu sein, wird sehr gut vermittelt,  zeigt es doch auch hier die Unveränderlichkeit der Menschen, immer wieder anderen  Arbeiten auf zu brummen, die man selbst nicht erledigen will. Nach den Sklaven, den  Robotern nun eben Computerprogamme. Dass Menschen das ganze verstehen und sich  ändern können, wird hier in einer kleinen Nebenstorie sehr gut zum Thema gemacht,  sowie, dass ein Gedanke, hat er erst einmal Besitz von Menschen ergriffen, sich nicht  mit dem Tod des Erstdenkenden endet und weiter geführt werden kann. 
Was nicht ganz so gut war:
-Die Übersetzung, hatte ich ja schon bei Teil 1 angesprochen.
-Nun, die Erklärung der Antagonisten ist wie gesagt relativ logisch, was nicht ganz  hineinpasst ist die Natur der Borg, ist diese gezeigte Schwäche. Warum sollte es so  lange dauern, einer Drohne das Upgrade zu verpassen, bis sie voll funktionstüchtig in  ihrer neuen Aufgabe ist? Da hängt doch ein Rechner mit drin oder nicht? Warum sollte  es so überwältigend sein, in diesem kleinen Kollektiv die Fäden in der Hand zu haben?
-Dass es zwei Bücher sind. Da sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit drin, als eine  Einheit hätte das ganze sogar besser funktioniert, wäre der erste Teil nicht so schleppend  gewesen und man hätte den Leser nicht zuviel für zwei zusammen genommen 500  Seiten starke Taschenbücher abgenommen. Naja...
Fazit: 
4,5 für den zweiten Teil, bügelt er doch die Schwächen des ersten deutlich aus. Ich hoffe, da folgen noch ein paar Bücher, die den weiteren Fortgang auf dieVoyager-Crew erzählen, die möglichen Ansätze sind ja da.

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