18. Juli 2013

Filme über Filme über Filme 1

Ja, der Sommer ist voll da (blödes Arsch, soll sich wieder verpissen mit seiner ekelhaftigen Hitze) und was macht man da, natürlich, man geht entspannt ins Kino, da ist ja klimatisiert.
Nebenbei kann man sich da ja noch nette Filme angucken, diesen Sommer kommt davon ja ne ganze Menge vielversprechendes Material, verzähl mal so nach Guckreihenfolge, wer Spoiler vermeiden will, sollte diesen Blog meiden, auch wer Spoiler nicht vermeiden will, sollte diesen Blog meiden.

Ich fang dann mal mit World War Z an, der neue Zombieapokalypsenfilm mit Brad Pitt, Moritz Bleibtreu und andern Komparsen (ja mal ohne Spaß, die kennt doch keine Sau außer aus irgendwelchen Nebenrollen).
Ich spar mir jetzt mal ne Zusammenfassung des Inhalts, ich denke, den kann sich jeder selbst zusammen reimen, der auch nur annähernd was von Zombieapokalypse gehört hat und nicht mit dem IQ eines benutzten Taschentuchs durch die Weltgeschichte rennt (wobei er/sie da natürlich schon nah an einem Zombie wäre und dementsprechend Teil einer solchen Apokalypse sein könnte, wodurch wiederum das entsprechende Wissen da wäre, aber lassen wir solche Haarspaltereien, glaubt ja doch keiner).
Was wichtig ist, sind meine Kritikpunkte:

a) 3D: Aus welchem andern Grund außer Abkassieren wurde dieser Film in 3D auf die Leinwand, bzw. eigentlich ja in den Kinosaal gebracht, die Leinwand ist ja nur 2D, aber ich schweife schon wieder ab, es gibt eine einzige Szene in der sich das lohnt und das ist gleichzeitig eine der unwichtigsten im Film, das ist noch unsinniger als in J.J.Lensflares neuestem Star Trek Verschnitt.

b) Entschärfung: Ja, super, dann sieht man halt mal nicht die Köpfe fliegen und Blut fließen und überhaupt, wo ist die ganze Gewalt? Ohne Spaß, dass der Film in Deutschland ab 16 ist, ist ein Witz, in den USA ist der Spaß PG-13, also WTF?

Das war der triviale Teil, zur Handlung:
c) Israel: Ja sicher, alles sauber und genau dann wenn unser UN-Fuzzi eintrifft, kommen die Legionen der Zombies. Vor allem, weil ne Menschenmasse lautstark durch Mikros singt, aber die ganzen Hubschrauber natürlich durch ihre Geräusche keinen einzigen von den Hirnfressern anlocken.

d) Der Flugzeugabsturz: So was von klischeehaft, nur Kurt Cobain und seine Israelileibwächterin überleben, na klar.

e) Durchschnittsamerikaner rettet die Welt. Jo. Total Innovativ. Ach, moment, das gabs ja doch schonmal in ein paar kleinen Filmen...

f) nach einer halben Stunde ist es nicht mehr wirklich spannend. Nur ein kleiner Lichtblick in Irland bei der Krankheitserreger-Sache und dem Plan, aber das ist auch nur ne knappe viertel Stunde.

Was zum Teil positiv war:

a) Die Zombies, total super, wie ein rasender Insektenschwarm nehmen sie Meter um Meter, das Individuum ist egal, da wir auch mal einer zertrampelt, who cares, Hauptsache "GEHIRNE!".
Okay, der Turm ist ein bisschen weit hergeholt, aber ohne Witz, der sieht einfach geil aus.

b) Die Infektion und das Ignorieren von Kranken und Schwachen durch die Zombies. Hat mir als Ansatz sehr gut gefallen. Zwar nichts neues, aber es ist stimmig.

c) Die erste knappe halbe Stunde war genau das, was ich erwartet habe: Verzweiflung, Ahnungslosigkeit, Beklemmung, Hilflosigkeit, einfach nur deprimierend, geil, mehr davon. Erst in der Großstadt, dann auf dem Evakuierungsschiff, auf dem die unwichtigen Personen, die bei der Bekämpfung der Zombies nicht hilfreich sind, einfach zurück in den sicheren Tod auf Festland geschickt werden.
Dazu dann noch die Kampfszene in Asien und das Labor in Irland, super, totale Endzeitstimmung. Aber das konnte leider nicht sehr lange aufrecht erhalten werden.

d) Die drei besten Szenen: Der Weg aufs Hochhausdach, meine Fresse, düster, unübersichtlich, bedrückend, horror, so muss das sein, dazu Blut und ansprechender 3D-Effekt wenn das Viech auf einmal auftaucht.
Der Zombieturm.
Der zähneklappernde Zombiedoc im Labor, meine Fresse, war das geil.

Fazit: Ein Zombiefilm, nette Unterhaltung, aber bis auf die Details über die Gefühlswelt und Verzweiflung in der Hilflosigkeit und die Skrupellosigkeit des Staates (die berechtigt ist) nicht wirklich herausstechend.
Vor allem das 'murrica saves the world fand ich nervig und die Vorhersehbarkeit der Handlung.
Alles in allem bekommt der Film trotzdem 5 von 10 Punkten, vor allem für die zusammengerechnet 45 guten Minuten, 28 Days/Weeks oder Dawn of the Dead empfand ich als deutlich besser.

Uarghbl.

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