14. April 2013

Oblivion

Nein, es geht nicht um den vierten Teil der The Elder Scrolls Reihe, sondern um einen genialen Science-Fiction-Film mit Tom Cruise (dieser Widerspruch).
Kurzfassung des Inhalts, falls wer Angst vor Spoilern hat, hat Pech gehabt, aber es sind nur kleine, weil ich hier keinen Roman schreiben möchte:
Die Erde. 2077. Der Mond ist zerstört. Vernichtet von den "Plünderern", einer außerirdischen Rasse.
Die Erde ist ein Trümmerfeld. Radioaktiv verseucht. Städte liegen in Schutt und Asche oder darunter.
In einem geostationären Orbit umkreist eine pyramidenförmige Station, genannt "TET", den Planeten.
Sie dient den Menschen als Zwischenstation zum Saturnmond Titan, auf den die Menschheit evakuiert wurde.
Die letzten Menschen auf der Erde sind Techniker, die damit beschäftigt sind, die Türme, die aus Meerwasser Energie gewinnen, zur Autonomie zu bringen, in dem sie Drohnen, die sie beschützen, auf Vordermann bringen.
Hier setzt die Geschichte an. Mehr verrate ich nicht. Schade. Doch gar keine Spoiler.
Zur Umsetzung: Sehr gut gemacht. Die Technologie wirkt futuristisch, aber realistisch. Das Haus, in dem sich die Protagonisten aufhalten, lädt zum Neid ein und wenn das Bubbleship abhebt, möchte man dort leben. JETZT.
Mit dem Absturz eines Raumschiffes geht die Handlung erst richtig los: An Bord befinden sich Menschen in Kryotanks, werden jedoch von den Drohnen als Gefahr angesehen und getötet, nur durch Jacks Eingreifen kann eine letzte Schlafende überleben.
Und die bringt nun die Welt, durch das was sie zu sagen hat, etwas durcheinander.
Technisch gesehen ist Oblivion ein nahezu perfekter Film, Bild und Ton lassen in keiner Form zu wünschen übrig, der Soundtrack von M83 trifft die Stimmung im Film perfekt und die Kameraführung weiß auch zu überzeugen.
Schauspielerisch konnte mich am meisten Andrea Riseborough in der Rolle der Victoria, Jacks Kollegin, überzeugen, die ihre Figur meines Erachtens am besten Darstellen und ihr Tiefe verleihen konnte.
Die Liebesgeschichte um Tom Cruise's Jack und die von Olga Kurylenko gespielte Julia konnte mich jetzt zwar ansatzweise berühren, blieb aber zusehr im Klischee um herauszustechen, ebenso haben beide ihre Fähigkeiten nicht voll ausgespielt.
So. genug.
Mein Fazit: Toller Film, mit einer soliden Story mit Anleihen aus dem Genre, so wird man sich teilweise an diverse Apokalypsenfilme erinnert fühlen, mir persönlich sind noch Einflüsse aus Portal, 2001 - Odyssee im Weltraum, Matrix, Minority Report und vielleicht auch was das Design angeht, Star Trek ins Auge gesprungen. Akzeptable Schauspieler, die teilweise hinter ihren Fähigkeiten hinkten.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die teilweise Darstellung von Jack und Julia, bzw. was mir persönlich fehlte, war eine weitergehende Erklärung, ein "warum" und "woher", oder zumindest ein paar mehr Andeutungen wären hier zumindest beim weiterspinnen eigener Ideen hilfreich.

Insgesamt bekommt der Film von mir 7 von 10 Punkten.
Muss reichen.

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